FILTER GUIDE   Die richtige Auswahl von Beleuchtungsgeräten und die Zusammenstellung von Farben bestimmen zu einem wesentlichen Teil den Erfolg der Arbeit eines Lichtdesigners, ganz gleich ob bei einer szenischen Darstellung im Theater, beim Film oder bei großen Bühnenshows. Fundiertes Basiswissen des Designers bei der effizienten Auswahl und dem Einsatz von Farben und die Zusammenarbeit mit dem Hersteller sind für beide Seiten von großem Vorteil.

Im folgenden erfährst du wesentliches über Materialien und Prozesse, sowie über die Filterserien von Rosco. Doch zunächst einige interessante Informationen über das Unternehmen und seine 100 Jährige Firmengeshichte:





























  NEW YORK 1910

Sidney Kelsey Rosenstein war cirka 24 Jahre alt, als er im Jahr 1910 einer Eingebung folgend die Firma Rosco Laboratories gründete. Rosenstein war Chemiker und sein erstes Produkt waren "Colorine" ein Tauchlack für Glühlampen, und "Opaline" ein Klarsichtlack. Der Name Rosco leitet sich also ab von ROS für Rosenstein und CO für Company. Es ist nicht überliefert, warum Rosenstein der Firma noch den Beinamen Laboratories gab. Möglicherweise wollte er so auf seinen Beruf als Chemiker hinweisen. Es stellte sich bal heraus, daß der Beiname kein Hindernis war. Im Gegenteil, denn 1942 benötigte die Brooklyn Navy exakt 3000 Galonen grauer Farbe für einen Zerstörer und wandte sich dabei irrtümlich an die Firma Rosco. Rosenstein fabrizierte zu diesem Zeitpunkt keine Farben, fand aber schnell eine Lösung, gewann schließlich die Ausschreibung und lieferte.

In der Annahme es handle sich um ein Labor, kam es in den folgenden Jahren immer wieder vor, daß Kunden Rosco baten unbekannte Flüssigkeiten für sie zu überprüfen. Davon unbeirrt setzte Rosenstein auf die Fabrikation von Tauchlack, mit dem Ergebnis innerhalb weniger Jahre die Broadway Theater mit "Colorine"zu beliefern.

Anfang des Jahrhunderts bezogen die Theater am Broadway aus Deutschland gefärbte Gelantine für die Beleuchtung. Durch den 1. WK wurde jedoch die Versorgung unterbrochen und man beauftragte Rosco ein Äquvivalent zu finden. Zusammen mit Mac Weiner, einem befreundeten Chemiker von der Rockefeller Universität, produzierten sie die ersten Farbfilter und gründeten gemeinsam die Gelantine Products Company (GPC), die Jahre später nach dem Tod von Weiner in die Forma Rosco überging.

Rosenstein entwickelte sein Geschäft auch weiter im Vertrieb des sogenannten Filmzements oder auch bekannt als Kodakzement, der noch bis in die 70er Jahre produziert wurde. (siehe Kodak Filmkitt) Filmcement ist ein Gemisch von Lösungsmitteln als Klebemittel für die Filmmontage. Man muss dabei bedenken, das um 1910 die Broadwaytheater auch als Filmtheater genutzt wurden.

Stan Miller war Verkäufer für Chemikalien und Färbemittel und die Firma Rosco war einer seiner Kunden. Mitte der 50iger Jahre, Rosenstein war bereits 70 Jahre alt, übernahm Miller zusammen mit seinem Cousin Len Kraft, die Firma von Rosenstein und baute sie in den folgenden Jahren zu einem Global Player und Spezialisten für Theater- und Filmprodukte aus.

ROSCO hat seinen Firmenhauptsitz in New York, U.S.A.
Im Laufe der vergangenen Jahre wurde das Vertriebs-und Nieder-lassungsnetwork kontinuierlich erweitert und die Erfahrungen auf die Mitarbeiter und Vertriebspartner übertragen. Rosco gilt heute als der weltweit führende Hersteller. Firmenchef Stan Miller und seinem Team sagt man nach, daß niemand sonst so viel von der Vielfalt und der Faszination der Farben versteht.

Es ist deshalb auch nicht verwunderlich das ROSCO in den vergangenen Jahren in Hollywood immer wieder mit den höchsten Auszeichnungen für technische Leistungen prämiert wurde. Die Firmenleitung sieht das Ganze aber eher pragmatisch. Denn, so Stan Miller :"...was nutzt das ganze Wissen, wenn wir es nicht bis zum Anwender transportieren können. Demnach besteht unsere Aufgabe aus zwei Teilen; nämlich darin , jedem interessierten Anwender, der Farbfolien nicht einfach nur als "coloured plastics" einstuft, mit entsprechenden Produkten höchster Qualität zu beweisen, daß er Recht hat - und ihm darüber hinaus unser Know-How als hilfreiches Instrument für seine Arbeit anzubieten..."

   
   
Farbfilterfolien bestehen grundsätzlich aus :

- einem klaren Trägermaterial und
- einem Farbzusatz

Bezieht man sich auf die opto-physikalischen Grundsätze so ergibt sich "Farbe" aus dem beweisbaren Zusammenwirken mehrerer Komponenten und deren Verhältnis zueinander. Daraus kann man einige Merkmale für die Beschaffenheit einer Filterfolie ableiten:

- Je leistungsstärker die Lichtquelle und je dunkler die gewünschte Farbe ist, desto höher ist die direkte Wärmeeinwirkung auf die Farbfilterfolie

- Je länger die Einsatzzeit des Scheinwerfers ist, um so schneller verliert die Filterfolie ihre Farbstabilität und Konsistenz.

Neben den ökonomischen und qualitativen Gesichtspunkten seitens des Anwenders, stellt aber auch der Gesetzgeber seine Forderungen nach Unbedenklichkeit im Sinne der Brandschutzverordnung (Deutschland derzeit: B1/DIN 4102) Mit der Vielzahl unterschiedlicher Fabrikate und mit denen zum Teil von den Herstellern sehr unterschiedlichen Produktionsverfahren und Material-zusammensetzungen wächst jedoch die Gefahr, das Sicherheitsbewußtsein
des Anwenders zu unterlaufen.

Es ist deshalb ratsam sich vorher über die Materialbeschaffenheit und Zusammensetzung des angebotenen Materials ausführlich zu informieren.

   
    TRÄGERMATERIAL ATZETAT

In einem chemischen Verfahren wird Atzetat angelöst und mit dementsprechenden Substanzen eingefärbt. Obwohl Dicke und Festigkeit des Materials dem Benutzer eine hohe Belastbarkeit suggerieren ist das Trägermaterial wenig wärmeresistent und würde der Unbedenklichkeit nach DIN 4102 keinesfalls entsprechen können. Dieses Produktionsverfahren ist vom Aufwand attraktiv wird allerdings meist auch nur bei wirklich preiswerten Filtern angewendet.

   


zweiseitig bedruckt
(z:b: E-Colour)



tief durchgefärbt
(z:b: Roscolux)














  TRÄGERMATERIAL POLYESTER

Bei dem Trägermaterial Polyester gibt es verschiedene Produktionsverfahren.

Bei der Methode einseitig oder zweiseitig bedruckt wird die Farbe lediglich oberflächlich auf das Trägermaterial aufgedruckt. Sehr verbreitet und auch
sehr preiswert ist die Methode der unilateralen Polyesterfolie, bei der das Trägermaterial eben nur einseitig bedruckt wird. Etwas komfortabler sind da
schon die zweiseitig bedruckten und abriebfesten Polyesterfolien.

Eine weitere, weitaus besser Methode ist das tiegdurchgefärbte Polyester, bei
welcher das trägermaterial leicht erhitz wird und die Farbpartikel in das Trägermaterial einfließen. bei diesem Verfahren wird eine längere Farbbeständigkeit der Filter ermöglicht.

In Hinsicht auf Produktionsverfahren und Beschaffenheit sind Polyesterfolien von mittlerer Wärmeresistenz, die unter Wärmeeinwirkung einen recht hohen Dehnungs-Schrumpfungsgrad aufweisen.
Dabei läßt sich lediglich die aufgedruckte Farbschicht schwer entflammbar produzieren. Das Polyestermaterial bleibt somit brennbar und ist deshalb für das professionelle Einsatzgebiet auch nur bedingt geeignet. In einfachen Anwendungen (bei Scheinwerfern bis 1200 W) ist dieser Umstand weniger bedeutend. Allerdings sind Polyesterfolien (auch zweiseitig bedruckte) für den Einsatz bei größeren Scheinwerfern oder als Colorstring bei Farbwechslern eher ungeeignet.
   










  TRÄGERMATERIAL POLYCARBONAT
- HOCTEMPERATUR FILTER -

Das sicherlich kostenaufwendigste Produktionsverfahren mit dem teuersten Trägermaterial wird zur Herstellung von Polycarbonatfolien verwendet. Polycarbonat hat die höchste Wärmeresistenz, den günstigsten Dehnungsfaktor und ist darüber hinaus selbstverlöschend !
Allerdings ist bei diesem Oberflächenbedruckungs-verfahren die oberste Farbschicht beinahe ungeschützt Wärme- und Lichtaustrahlungen ausgesetzt. Im Extremfall wird sich die Farbstabilität verändern, auch wenn das Trägermaterial seine Eigenschaften beibehält. Deshalb spielt auch das Bearbeitungsverfahren eine entscheidene Rolle.













































  Als einziger Hersteller weltweit wendet ROSCO in einem patentiertem Produktionsverfahren bei der SUPERGEL- Serie das sogenannte "Sandwich" Verfahren an.

Dabei werden 3 Polycarbonatfolien zu einer einzigen Filterfolie zusammengeschweißt. Allein durch diese Methode ist gewährleistet, daß der innenliegende Farbkern vor direkter Wärmeeinwirkung geschützt wird und gleichzeitig der Effekt des Ausbleichens, gerade bei dunklen Farben, auf ein Minimum reduziert wird. 

Der Fertigungsprozess des Farbkerns beginnt mit dem Einfüllen eines speziellen Harzes und der Farbpigmente in einen Extruder. Unter hohem Druck und Temperaturen von über 315 °C (600 °F) verbindet sich das geschmolzene Harz und die Farbpigmente. Diese farbige Mischung wird durch eine Form gepresst, welche das Material in eine 61 cm breite Kunststofffolie verwandelt. Die hervorragende Performance von Rosco Supergel bei Anwendungen mit sehr heißen Theaterscheinwerfern resultiert aus den optimalen thermischen Eigenschaften dieses Polykarbonat-basierten Polymers in Verbindung mit dem einzigartigen Fertigungsprozess. 

Hersteller wie z.B. Lee bieten ebenfalls einen „Hochtemperaturfilter“ an, der aus Polycarbonat gefertigt wird. Die Weiterverarbeitung basiert dort allerdings allein auf der Oberflächenbeschichtung, also dem gleichen Prozess, der für Rosco's E-Colour+ Serie und den Rest der Lee-Filterpalette benutzt wird.

Mit über 145 verschiedenen Farbtönen bietet die SUPERGEL Range die größte Palette am Markt.
Keine andere Filterserie verfügt zur Zeit über ein solches hervorragendes und optimales Verhältnis zwischen Primärfarben, Mischfarben, farbigen oder weißen Frost und Silkfiltern. Darüber hinaus ist ROSCO derzeit als einziger Hersteller in der Lage, eine Zertifizierungs der SUPERGEL-Serie nach den Anforderungen B1 und DIN 4102 vorzuweisen. ROSCO sichert eine absolut gleichbleibende Farbqualität durch ein Rechner-gesteuertes Farbmischverfahren und eine konstante Fertigungskontrolle.
Mit diesem breiten Spektrum schafft ROSCO die ideale Basis für kreative Energien.


Rollengrösse / rolls: 0.61m x 7.62m
Bögen / Sheet:         0.61m x 0.50m


























 

Das ROSCO "European Colour System", kurz E-Colour wird unterteilt in :

- Farbfilter

- Diffusionsfilter

- Korrekturfilter

- Reflektionsfolien

Rosco's E-Colour+ als auch die Grundpalette der
Lee Filter® basieren auf den Cinemoid-Filtern und wurden in Europa in den frühen 50er Jahren eingeführt. Aus diesem Grund bieten Lee und Rosco E-Colour+ die gleichen Filterbezeichnungen, Nummern und Rollengrößen an. Andere Hersteller haben dieses Code-System mehr oder weniger kopiert. Bei Rosco und LEE Filtern ist jedoch die die Bezeichnung, die Nummerierung oder die Farbe für beide Marken nahezu gleich.

Die E-Colour Serie in Polyester-Ausführung wird ein- oder beidseitig bedruckt (Oberflächenbeschichtung) und nach der internationalen BS 3944-Norm, flammenhemmend gefertigt.
Während die Supergel Serie den Bereich der qualitativ hochwertigsten Polycarbonat-Filter optimal abdeckt, zielt der die E-Colour Serie ganz gezielt auf das breit gefächerte angrenzende Anwendungs-spektrum.
Damit wird das ROSCO Filterprogramm nicht nur harmonisch abgerundet, sondern auch preislich derart attraktiv, daß zur Abdeckung des gesamten Folienbedarfs kaum noch Fremdfabrikate hinzugezogen werden müssen.

Rollengrösse / rolls: 1.22m x 7.62m
Bögen / Sheet:         1.22m x 0.50m















  Die ROSCOLUX Filter gelten in den USA und Kanada neben der Supergel Range seit mehr als 50 Jahren als Standard in der Beleuchtungsbranche und haben eine lange Tradition in der Geschichte der Bühnenbeleuchtung.

In Europa wurden diese Filter erst vor wenigen Jahren eingeführt. Der Herstellungsprozess unterscheidet sich dabei wesentlich. Während es sich bei der E-Colour Serie um ein oberflächen-beschichtetes Polyester handelt, kommt bei ROSCOLUX das Tieffärbungsverfahren zur Anwendung, in welchem eine klare Polyesterfolie durch ein Bad mit extrem erhitzem Färbemittel geführt wird und so sublimiert werden, dass die Farbpigmente in das Trägermaterial eindringen.
Dadurch wird die Farbe resistenter gegenüber Wärementwicklungen am Scheinwerfer und erreicht deutlich längere Standzeiten gegegnüber üblichen Polyesterfiltern.

Cirka 65% dieser Filterserie werden jedoch nach einem ähnlichen Prinzip der Supergelfilter im Sandwich-Verfahren hergestellt.(siehe oben).

Rollengrösse / rolls: 1.22m x 7.62m
Bögen / Sheet:         1.22m x 0.50m




  Die Cinegel ist ebenfalls ein hochwertiger Polyesterfilter, der jedoch entgegen zur E-Colour Serie nicht beidseitig bedruckt wird, sondern bei dem in einem speziellen Verfahren die Trägermaterialien durchgefärbt werden. Das Material bietet damit eine besser Hitzebständigkeit und Farbtransmission. Die Palette dieser Serie besteht zum grössten Teil aus Konversions,- Diffuser und Korrekturfiltern und ist daher vorwiegend für den TV-Film oder Videoprofi gedacht.










  Cinefoil - im Sprachgebrauch den meisten auch als "Black Wrap" bekannt, ist eine beidseitig matt beschichtete Aluminiumfolie, mit deren Hilfe Lichtnebenaustritte in den verschiedensten Wirkungsweisen einfach und schnell geformt beziehungsweise verändert werden können.
Cinefoil wird angeboten in "mattschwarz", mattweiß", und wechselseitig "mattschwarz/mattweiß" und ist in folgenden Abmessungen erhältlich

Cinefoil mattschwarz. 7.620 x 1.220 mm

Cinefoil mattschwarz. 7.620 x 610 mm

Cinefoil mattschwarz. 15.500 x 300 mm


















  Die hochkalibrierten Farben der Rosco CalColor Serie sind speziell auf die spektrale Empfindlichkeit von Farbfiltern abgestimmt.Primärfarben (rot, blau, grün) sowie Sekundärfarben (cyan, magenta, gelb) und zwischentöne wie pink und lavender. Jede Farbe ist in vier Dichten erhätlich: 15,30,60 und 90. Diese korrespondieren mit 1/2, 1, 2 und 3 kalibrierten Blendenschritten. In der Fotografie reagieren drei lichtempfindliche Schichten individuell unterschiedlich auf die blauen, grünen und roten Spektralanteile des Lichts.CalColor justieren die Transmission dieser Farbanteile aus zuverlässige weise. der lichtsetzende Kameramann erhält eine selektive und präzise Kontrolle über seine Farbgestaltung und die Wiedrgabe auf dem Filmmaterial.

Diese Serie umfasst zehn Farbeffektfilter nach den Vorgaben des grossen Cinematographen Vittorio Storaro. Mit diesen Farben werden die wesentlichen chromatischen Elemente des sichtbaren Spektrums abgedeckt. Sie sind zur Erzeugung von dramatischen Effekten und für starke emotionale Reaktion gedacht. Die CalColourfilter findet man seit kurzem im Roscolux Swatchbook.
    Heatshield ist extrem hitzebestöndiges Kunststoffmaterial, dass die Wärmestrahlung einer Lichtquelle wirkungsvoll abschirmt. Für optimale Wirksamkeit muss der Abstand zwischen Filter und Headshield wenigstens
2,5cm betragen.
   
Farbcode








  Die verschiedenen Hersteller von Farbfiltern haben eine mehr oder weniger verständliche Logik für die Vergabe von Farbnummern und Farbnamen. Aus unverständlichen Gründen konnte man sich bislang kaum auf eine einheitlichen Farbcodierung verständigen.
Hilfreich können hier nur die Äquivalenz-Listen der führenden Produzenten sein.
   


SED Curve























 

Die Spectral Energy Distribution, kurz SED Kurve, beschreibt die Wellenlänge der durch einen Filter übertragenen Farben. Sien als Orientierung über das Farbverhalten des jeweiligen Filters. Supergel #010 Medium Yellow hat einen Transmissionswert von 92% , überträgt also 92% der roten und grünen Energie oberhalb 500 nm im Spektrum, jedoch nur einen sehr geringen Anteil an Blautönen. Die Farbe wirkt somit säuregelb. Die im Swatchbook angegebenen Transmissionswerte beziehen sich auf die Gesamt-Lichtdurchlässigkeit, für jeden Filter einzeln gemessen auf einer Kunstlichtquelle..

Die Lebenserwartung von Farbfiltern in abhängig von Faktoren wie Art des Scheinwerfers, Leuchtmittel- Brennstellung, Leuchtmittelalter, Zeitdauer der Beleuchtung, usw. Eine lebenserwartung für Filter zu definieren ist also nicht möglich. Man kann aber davon ausgehen, das dunkle Farben schneller ausbleichen werden, das sie die größte Infarotenergie absorbieren. Die Absorption der zusätzlichen Infrarotenergie wird dazu führen, dass das Trägermaterial seinen Schmelzpunkt früher erreicht.

Man kann also die Werte der jeweiligen SED Kurve entnehmen. Um die Standzeit eines Filters zu verlängern ist es empfehlenswert, den Scheinwerfer möglichst im Flatmodus zu betreiben. Allerdings ist das nicht immer im gesetzten Bühnenlicht möglich. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, Top-Heat (Ofenrohr) oder aber Heatshield Filter (siehe oben) einzusetzen.






  Richtig oder falsch?

Bei der ersten Auswahl von Farbfiltern wird das Musterheftchen (Swatchbook)
kurz gegen das Licht gehalten. Will man sich aber einen richtigen Farbeindruck verschaffen ist es am besten das Licht durch den Farbfilter hindurch auf eine Oberfläche oder auf die Haut scheinen zu lassen. Den Farbfilter oder das Musterheft nicht einfach vor das Auge ins Licht halten - diese Methode gibt einen völlig verfälschten Eindruck der tatsächlichen Farbe wieder.








































  Der Schlüssel zum Erfolg beim Einsatz von Farben in der szenischen Ausleuchtung ist das Experiment.

Die Farben werden je nach der Möglichkeit der Farbkombination oder dem persönlichen Empfinden ausgewählt. Der künstlerischen Freiheit sind keine Grenzen gesetzt, im Gegenteil sie wird gesteigert wenn eine große Anzahl an Rosco-Filtern zur Hand ist.

Hier ein paar wenige Besipiele mit SUPERGEL- Filtern.
Subtile Effekte in der Bühnenbeleuchtung können durch ein Überdecken von Farben oder eine Ausleuchtung mit warmen und kalten oder entgegengesetzten Farben aus zwei verschiedenen Richtungenerreicht werden .

Beispiel 1
ROSE TINT (05) & MIST BLUE (61)
Diese Kombination ist hilfreich für helle, jedoch nicht brillierende Stimmungen.

Beispiel 2
LILAC (55) & AZURE BLUE (72)
Einsatz für Tanzszenen. AZURE BLUE (72) als kühleres Licht und LILAC (55) am Ende der Brücke erzeugt gut modellierte Körperschatten.

Beispiel 3
DEEP STRAW (15) & PALE YELLOW (07)
Das fahle YELLOW (07) als Oberlicht und DEEP STRAW (15) als niedrig gesetztes Seitenlicht erzeugen eine helle und dennoch bedrohliche Stimmung.

Beispiel 5
DAYLIGHT BLUE (65) & LIGHT SALMON (40)
Sonnenuntergang auf dem Horizont besonders in Kombination mit einem Wolkengobo und einer Farbteilung im Filterrahmen.

Beispiel 5
MEDIUM PINK (36) & DAYLIGHT BLUE
Als Hintergrundlicht für festliche Konzerte mit Orchester und Chor.

 

update: 19.02.2012

   
     




 









ROSCO Farbfilter GUIDE

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